60m in Protugal

CEPT-Lizenzen erlauben in Portugal keinen Betrieb auf 60 Meter!

José, CT1EEB, HF-Referent des portugiesischen Amateurfunkverbandes, weist darauf hin, dass ausländische Stationen beobachtet wurden, die im Rahmen ihrer CEPT-Lizenz (CT7 / Portugal) das 60-m-Band nutzen.

Der Betrieb dort ist in Portugal jedoch nur mit einer besonderen Genehmigung der portugiesischen Regulierungsbehörde ANACOM zulässig, da das Band mit dem Militär geteilt wird.

Die WRC-15-Frequenzen und die noch genehmigten älteren Frequenzen 5288.5, 5371.5, 5380.5 und 5403.5 kHz sind in Portugal nicht durch die CEPT-Lizenzen abgedeckt.
Alle Stationen, die etwa als CT7/<Callsign>/p Funkbetrieb machen, senden daher illegal auf dem 60-m-Band, es sei denn, sie haben ausdrücklich die entsprechende Erlaubnis dazu erhalten.
Das gilt ebenfalls für CT8 (CEPT-Lizenzen für die Azoren) und CT9 (CEPT-Lizenzen für Madeira).

73 Tom DF5JL

Quelle: Mail von DK5LI per 19.10.2019

Link: Siehe hierzu auf die neue Übersichtsseite für das 60m Band

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USKA Bandwachtbericht für den Oktober 2019 veröffentlicht

Was derzeit auf unseren Bändern passiert ist besorgniserregend. Oft sind grosse Teile der Amateurfunkbänder (vor allem 20m) mit Over-the-Horizon-Radar (OTHR) und verschiedensten digitalen Modi überdeckt! So belegt ab und zu ein einziges 160 kHz breites (!) OTHR fast das ganze 40m Band; 30m oder 17m manchmal sogar komplett. (BILD 1)

Bild 1 – OTHR 160kHz breit

 

Die Herkunft ist unbestätigt, wird aber in China vermutet. Aus Russland oder andern GUS (CIS) Staaten stammen verschiedene Signale wie CIS12, diverse FSK und OFDM Modi etc. (BILD 2), vermehrt kommen sie auch aus China.

Bild 2 – OFDM60

 

Aber auch Emissionen westliche Herkunft (z.B. NATO) stören uns seit kurzem vermehrt, derzeit vor allem auf 40m! Da finden sich Modi wie STANAG 4285, LINK11 CLEW (sowohl ESB und oft DSB Mode), LINK11 SLEW, MIL 188-141B (App. C), ALE MIL188-141A uvam. (BILD 3). Äusserst ärgerlich!

Bild 3 – LINK 11 CLEW

Es gilt aber stets zu bedenken, dass uns viele Bänder nicht primär zugeteilt sind, sondern bloss sekundär oder co-primär (80m), ausserdem gilt es zahlreiche Fussnoten zu beachten. Da haben wir keinerlei Privilegien, im Gegenteil.

Alle Screenshots mit Perseus SDR.

Peter Jost, HB9CET

USKA Bandwacht + IARU Monitoring System R1

Link: Bericht Bandwacht Oktober 2019

Link: Berichte der Bandwacht

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USKA Bandwachtbericht für den September 2019 veröffentlicht

Der neueste Bandwachtbericht ist (seit ein paar Tagen) online, mit einem Screenshot vom Nebelhorn.

Wer sich fragt, was das Nebelhorn ist, liest es im Bericht von Peter, HB9CET.

Link: Bericht Bandwacht September 2019

Link: Berichte der Bandwacht

Besten Dank an Peter Jost, HB9CET für seine Arbeit!

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USKA Bandwachtbericht für den August 2019 veröffentlicht

Die monatlichen Bandwachtberichte zeigen es auf: Praktisch täglich findet sich in unseren Bändern eine grosse Anzahl unerwünschter Signale (Intruder) aller Art. Auf Grund der aktuellen Ausbreitungsbedingungen scheint deren Anzahl wie Fischerei, Taxifunkdienste oder CB-ähnlicher Funk zwar abgenommen zu haben. Das trügt, sie sind natürlich alle immer wieder da. Wir hören sie derzeit bloss selten.

Wie schon seit vielen Monaten waren weiterhin fast täglich etliche Überhorizont Radare (kurz OTHR = Over the Horizon Radar) äusserst aktiv, im 20m Band verschiedentlich mehrere OTHR gleichzeitig.   (Bild 3) 

Zudem ist zu beobachten, dass neue oder modernisierte Systeme auftauchen, z.B. das russische OTHR „Contayner“ 29B6. Auch OTHR aus China sind oft zu finden. Wie bei anderen Intrudern auch wären vermehrt Beschwerden (Letter of complaint) durch Behörden dringendst notwendig, man muss den Druck unbedingt aufrecht erhalten!  Denn andere Massnahmen stehen uns kaum zur Verfügung.

Seit vielen Jahren hört man täglich Emissionen die unter den Bezeichnungen CIS12, AT3004D, AT-3104D, MS5 oder FIRE bekannt sind. Dabei handelt sich um ein russisches 12 Ton Modem bei dem jeder Ton PSK-2 oder PSK-4 moduliert ist. Die Datenrate beträgt 120Baud, der Abstand zwischen den einzelnen Trägern ist 200Hz. Charakteristisch ist zudem ein Pilotton auf 3300Hz.     (Bild 1)

Ebenfalls täglich anzutreffen sind Funkfernschreiber mit unterschiedlichsten Baudraten und Shift, typischerweise meist 50Bd oder 75 Bd mit 200 Hz oder 250Hz Shift.  (Bild 2)

Das TDoA Ortungsverfahren (Time difference of arrival) des Kiwi SDR Empfängers und dessen inzwischen weltweit grosse Verbreitung ermöglicht heute eine erstaunlich genaue Ortung von Intrudern, fast egal wo diese sich befinden.

Die Analyse digitaler Signale ist nicht immer einfach und mit Amateur Mitteln oft kaum möglich. Dank der mir seit fast 15 Jahren zur Verfügung stehenden professionellen Hard- und Software von Wavecomin Bülach ist es hingegen verhältnismässig einfach auch komplexe Signale zu analysieren und zu klassifizieren. Sonst wären die Bandwachtberichte in ihrer heutigen Form kaum möglich.

Das Beispiel einer Signale Analyse und der passenden TDoA Ortung ist im Juli 2019 zu finden.

Peter Jost, HB9CET
USKABandwacht
Vice-Coordinator IARU Monitoring System R1

Link: Bericht Bandwacht August 2019

Link: Berichte der Bandwacht

31.8.2019


Vorschau der Bilder:

(Bild 1: CIS12_Cl_PSK2.png)

– 1. Klassifizierung eines CIS 12 Signals

(Bild 2: F1B.75Bd.Cl.png)

– 2. Analyse eines 75Bd 200Hz F1B Signals

(Bild 3:  4 OTHR.png)

– 3. Gleichzeitig vier OTHR im 20m Band

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CEPT lehnt Änderung unseres Primärstatus im 2m-Band ab

Letzte Woche fand in Ankara das letzte Vorbereitungs-Meeting der CEPT für die kommende World Radio Conference WRC-19 im November in Ägypten statt.

Das wohl wichtigste Traktandum aus Sicht der Funkamateure war eine mögliche geteilte Nutzung mit Aeronaitical für das uns exklusiv primär zugeteilte 2m-Band.

Frankreich hatte einen Antrag eingebracht wonach 6 verschiedene Frequenzbänder für die künftige Nutzung durch Aviatik-Anwendungen untersucht werden sollten, darunter auch unser 2m-Band von 144-146 MHz. Der Einbezug des 2m-Bandes in die Untersuchung wurde jedoch abgelehnt.

Damit wird es höchst unwahrscheinlich, dass an der kommenden WRC-19 unser wichtigstes Primärband im VHF/UHF Bereich unter Beschuss kommt.

Ganz auf der sicheren Seite sind wir allerdings noch nicht. Die Region1 der ITU besteht nämlich aus 4 verschiedenen Vereinigungen:

  • CEPT: European Conference of Postal and Telecommunications Administration
  • ATU: African Telecommunications Union
  • RCC: Regional Commonwealth in the Field of Communications
  • ASMG: Arab Spectrum Management Group

Ob von einer oder mehreren dieser Gruppierungen eventuell ähnliche Anträge eingereicht wurden wissen wir z.Z. nicht mit Sicherheit.

Nebst dem Thema des 2m-Bandes wurden noch folgende für uns relevante Punkte in Ankara besprochen:

  • Das 6m-Band von 50-52 MHz soll offiziell in den Frequenzplan der Region1 der ITU aufgenommen werden, wobei der Amateurfunk als sekundärer Nutzer aufgeführt ist. Bis jetzt ist die Benutzung dieses Bandes in Europa nur durch nationale Zuteilungen geregelt, die zudem von Land zu Land unterschiedlich sind.
  • Das primäre Amateurfunk-Band von 47-47.2 GHz wird NICHT Teil der neu für Mobilfunk zugeteilten Frequenzbänder.
  • Am sekundären Status des Amateurfunk-Bandes von 5725-5850 MHz, in dem unser HamNet läuft, wird nicht gerüttelt, obwohl es neue Überlegungen betreffend die Benützung des Bandes vom 5150-5925 MHz für Wireless Access Systems gibt.
  • Auf Drängen der Europäischen Kommission wurde allerdings ein Antrag angenommen, dass an der WRC-23 der Schutz der durch das europäische Navigationssystem Galileo verwendeten Frequenzen diskutiert werden soll.Dies könnte künftig zu Einschränkungen in der Benützung des uns sekundär zugeteilten 23-cm Bandes von 1240-1300 MHz führen. Die Navigations­-Satelliten sind bereits heute die primären Nutzer dieses Bandes.

Bis jetzt konnten die Funkamateure immer wieder dafür sorgen, dass ihnen neue Frequenzbänder zugeteilt wurden. Beispiele sind die WARC-Bänder, die Erweiterung des 40m-Bandes, oder die jetzt definitive Verankerung des 6m Bandes im ITU Frequenzplan der Region 1. Es ist meines Wissens das erste Mal, dass an einer WRC ein uns primär zugeteiltes Frequenzband in Frage gestellt wird.

Dies sollte uns vor Augen führen, dass wir mit unseren privilegierten Ressourcen der Amateurfunk-Bänder sehr verantwortungsvoll umgehen sollten. Nicht-Nutzung oder ungebührliches Verhalten auf den Bändern führen unweigerlich zu Begehrlichkeiten von kommerziellen Interessenten. Auch ein BAKOM wird unsere Interessen an einer WRC nur dann verteidigen, wenn wir ihr als unsere Aufsichtsbehörde mit Respekt begegnen und ein gutes, konstruktives Verhältnis zu ihnen pflegen.

Bernard Wehrli, HB9ALH

Vorstand Ressort BAKOM und Antennen

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La bande des 2m est-elle menacée?

Un certain nombre d’informations circulent ; les radioamateurs perdraient le statut de primaire sur la bande des 2m. Nous avons évidemment tous été épouvantés. Il est important de remettre toutes ces informations en perspective.   Il faut tout d’abord savoir que la – World Radio Conference – WRC a lieu environ tous les quatre ans. La prochaine WRC se tiendra au mois de novembre 2019 en Egypte. L’ordre du jour de la conférence suivante WRC 2023 est déjà en discussion.

Pour la prochaine WRC19, la France a déposé une proposition par laquelle, elle demande de mettre à l’ordre du jour de la WRC 2023 une nouvelle attribution pour le service «non safety Aeronautical». Les fréquences de 108-137 MHz et 138-144 MHz sont attribuées au domaine «Aeronautical». A partir de 150 MHz jusqu’à env.174 MHz ces fréquences sont attribuées au service «Mobile, exept Aeronautical». C’est là que la France souhaite supprimer les termes «…exept Aeronautical» et en plus obtenir quelques bandes de fréquences supplémentaires. Pourquoi pas.

Dans cette même motion, il est également proposé que le service «Aeronautical» obtienne le statut de primaire dans la bande de 144 à 146 MHz, sans que l’usage pour les services existants (c’est à dire, nous radioamateurs) en soit réduit. En cas d’acceptation de cette motion, l’OFCOM aurait le temps jusqu’à la WRC 2023, pour analyser les effets de cet usage commun. Une décision n’interviendra toutefois pas avant 2023.

Ceci est naturellement pour nous, radioamateurs, une vrai menace, nous voyons difficilement comment, avec ses stations 2m puissantes destinées aux liaisons DX, des stations pour l’EME ou des  contests le service radioamateur pourrait cohabiter avec le service «Aeronautical» sans que cela entraîne des restrictions pour l’exploitation. Le 10 juillet 2018, l’USKA a adressé un courrier officiel à l’OFCOM pour exprimer notre position et nos préoccupations quant à l’usage de la bande des 2m ainsi que nos propositions pour la WRC 19.

Le responsable de la planification des fréquences de l’OFCOM a réagi très rapidement et nous a assuré qu’il ne s’agissait pas de retirer l’usage primaire aux radioamateurs. Il s’agit d’étudier la possibilité d’un éventuel statut «Co-primaire» pour les deux services.

Notre préoccupation est naturellement de conserver nos droits pour un usage exclusif de la bande des 2m. Nous mettrons tout en œuvre pour réfuter ce statut «Co-primaire», raison pour laquelle nous sommes en étroit contact avec le DARC et le ÖVSV.

Il est important de garder la tête froide et de bien analyser la situation avant d’entreprendre d’autres démarches. Des initiatives individuelles d’OM’s auprès de l’OFCOM n’apportent rien mais sont contre-productives. Nous pouvons aussi faire en sorte que la bande des 2m soit intensivement utilisée et de ne pas faire état de querelles personnelles sur les bandes ou de les colporter sur les relais comme cela a souvent été le cas par le passé. De tels comportements ne peuvent que conforter l’OFCOM dans son appréciation que les radioamateurs n’utilisent pas la bande des 2m pour un trafic sérieux.

En plus du thème 2m, la lettre adressée à l’OFCOM en mentionne d’autres qui concernent les radioamateurs et qui seront à l’ordre du jour de la WRC 19

  • Bande des 6m: Nos autorisations pour l’usage de cette bande ne reposent que sur une attribution nationale. Lors de la WRC il sera question d’intégrer toute la région 1 de l’UIT au plan de bande de l’UIT R1. Dans les Régions 2 et 3 la bande des 6m est déjà attribuée aux radioamateurs depuis longtemps.
  • Le développement de la 5G nécessite de nouvelles fréquences. Nous souhaitons empêcher que la bande de fréquences de 47.0 à 47.2 GHz, attribuée au service radioamateur avec le statut primaire soit également affectée.
  • Autre point à l’ordre du jour de la WRC 19 est la discussion relative au «Wireless Access Systems» de 5150 à 5925 MHz. Une portion de bande de 5650 à 5850 MHZ, est utilisée pour le HamNet. Il s’agit là d’assurer que le statut actuel de secondaire soit conservé et qu’il soit possible de poursuivre le développement de HamNet.
  • Autre sujet de préoccupation le «Wireless Power Transmission WPT» ; l’industrie aimerait introduire des dispositifs destinés à la transmission d’énergie sans câbles pour recharger les batteries de véhicules électriques. Il est à craindre que ce genre de dispositifs n’engendre passablement de rayonnements perturbateurs. Une suppression importante des rayonnements parasites et leurs harmoniques est dans l’intérêt de tous les services radioélectriques. Les radioamateurs se verraient tout particulièrement concernés dans les bandes inférieures de 160m et 80m, si les limites inférieures n’étaient pas assez sévères.

D’entente avec l’IARU et les associations de radioamateurs des pays voisins, l’USKA suit de près l’évolution. Nous ferons tout le possible afin que les fréquences attribuées au service radioamateur actuellement soient préservées voire étendues, par exemple l’attribution de la bande des 6m de 50.0 à 50.5 MHz avec le statut primaire.

Nous informerons nos membres dès que nous disposerons de nouvelles informations sur ce thème.

Vy 73’ de Bernard Wehrli, HB9ALH

Dicastères OFCOM et Antennes de l’USKA

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Ist das 2m-Band bedroht?

Zurzeit kursieren verschiedene Meldungen, dass den Funkamateuren die primäre Nutzung des 2m-Bandes weggenommen werden soll. Das hat uns natürlich alle aufgeschreckt. Aber es gilt, die Information zuerst in den richtigen Zusammenhang zu stellen. Man muss zunächst wissen, dass die World Radio Conference WRC ungefähr alle vier Jahre stattfindet. An der kommenden WRC im November 2019 in Ägypten wird bereits auch schon die Traktandenliste für die darauf­folgende WRC 2023 diskutiert werden.

Von Frankreich wurde nun für die kommende WRC 19 ein Antrag/Proposal eingereicht, wonach an der folgenden WRC 2023 ein Agenda-Punkt betreffend einer Neuzuteilung von Frequenzen für den Dienst «non safety Aeronautical» aufgenommen werden soll. Heute sind die Frequenzen von 108-137 MHz und 138-144 MHz dem Bereich «Aeronautical» zugeordnet. Ab 150 MHz bis ca. 174 MHz sind die Frequenzen dem Dienst «Mobile, exept Aeronautical» zugewiesen. Hier möchten die Franzosen den Ausschluss «…exept Aeronautical» aufheben und noch ein paar zusätzliche Frequenzbänder zugeteilt erhalten. Soweit so gut.

Im gleichen Antrag wird auch vorgeschlagen, dass dem Dienst «Aeronautical» das Band von 144- 146 MHz zur primären Nutzung zugeteilt werden soll, ohne dass dabei die Nutzung durch die bestehenden Dienste (gemeint sind also wir Funkamateure) eingeschränkt würde. Bei Annahme dieses Vorschlages hätte dann das BAKOM bis zur WRC 2023 Zeit, die Auswirkungen dieser gemeinsamen Nutzung zu analysieren. Ein Entscheid wegen des 2m-Bandes kommt also nicht vor 2023.

Für uns Funkamateure ist dieser Antrag natürlich eine echte Bedrohung, denn wir sehen nicht wie der Amateurfunkdienst mit seinen vielen leistungsfähigen 2m-Stationen für DX-Verbindungen, Contests oder EME und der Dienst «Aeronautical» sich auf diesem Band nebeneinander vertragen könnten, ohne dass es zu Betriebseinschränkungen kommt. Die USKA hat deshalb dem BAKOM am 10. Juli 2019 einen offiziellen Brief mit unserem Standpunkt und unseren Bedenken betreffend dem 2m-Band, sowie weitere Begehren in Zusammenhang mit der WRC 19, zugestellt.

Der Leiter der Sektion Frequenz-Planung des BAKOM hat auch rasch reagiert und versichert, dass es nicht darum gehe, den Funkamateuren die primäre Nutzung zu entziehen. Es könnte aber eine mögliche sog. «ko-primäre» Nutzung zwischen beiden Diensten geprüft werden.

Unser Bestreben ist es natürlich, die alleinigen Nutzungsrechte des 2m-Bands zu bewahren, und wir werden alles daran setzen, um eine solche «ko-primäre» Nutzung abzuwenden.  Wir sind deswegen auch in engem Kontakt mit dem DARC und dem ÖVSV.

Es ist jedoch wichtig, jetzt Ruhe zu bewahren und die weiteren Demarchen gut überlegt anzugehen. Insbesondere sind nicht abgesprochene Einzelinitiativen von OM’s mit dem BAKOM nicht zielführend, sondern kontraproduktiv. Was wir auch tun können ist, dafür zu sorgen, dass das 2m-Band rege benutzt wird, und dass keine persönlichen Fehden auf den Bändern und den Relais ausgetragen werden, wie das in der Vergangenheit öfters der Fall war. Solche Störmanöver würden das BAKOM nur in ihrer Haltung bestätigen, dass die Funkamateure das 2m-Band nicht für ernsthaften Funkbetrieb benutzen.

Nebst dem 2m-Thema gibt es auch noch ein paar andere Themen an der WRC 19, die uns Funkamateure betreffen, und die im Brief an das BAKOM aufgeführt sind:

  • 6m-Band: Bis jetzt basierte unsere Betriebserlaubnis nur aufgrund einer nationalen Zuteilung. An der WRC soll nun für die gesamte ITU Region 1 das 6m Band in den Frequenzplan der ITU Region-1 aufgenommen werden. In den ITU-Regionen-2 und -3 ist das 6m-Band seit längerem bereits den Funkamateuren zugeteilt.
  • Der 5G-Ausbau verlangt nach neuen Frequenzen. Wir möchten verhindern, dass das Band von 47.0 bis 47.2 GHz, das uns ebenfalls zur primären Nutzung zugeteilt ist, deswegen angetastet wird.
  • Ein weiterer Punkt auf der Agenda der WRC 19 ist die Diskussion bezüglich Wireless Access Systems von 5150 bis 5925 MHz. Dazwischen liegt auch das Amateurfunkband von 5650 bis 5850 MHZ, das von uns vor allem für das HamNet verwendet wird. Hier gilt es sicher zu stellen, dass am aktuellen Status der sekundären Nutzung nichts geändert wird, und dass wir unser HamNet weiter ausbauen können.
  • Auch die sog. «Wireless Power Transmission WPT», wird zu reden geben. Die Industrie möchte Vorrichtungen einführen, mit denen die Energieübertragung zum Aufladen von Elektroautos ohne Kabel möglich ist. Es ist aber zu befürchten, dass solche Vorrichtungen zu beträchtlichen Störstrahlungen führen werden. Eine strengere Unterdrückung von Störstrahlungen und Harmonischen ist im Interesse aller Funkdienste. Wir Funkamateure könnten mit unseren langwelligen Bändern 160m und 80m jedoch am ehesten davon betroffenen sein, wenn die Grenzwerte nicht tief genug angesetzt werden.

Die USKA verfolgt die laufende Entwicklung sehr genau und wir sind auch in engem Informationsaustausch mit der IARU und den benachbarten Amateurfunk-Vereinen. Wir werden alles daran setzen, dass die uns Funkamateuren aktuell zugeteilten Frequenzen weiterhin erhalten bleiben und eventuell sogar noch weitere neu dazu kommen, wie beispielsweise die primäre Nutzung des 6m-Bandes von 50.0 bis 50.5 MHz.

Sobald wir Neuigkeiten in diesen Themen haben, werden wir unsere Mitglieder wieder darüber informieren.

Vy 73 de Bernard Wehrli, HB9ALH

USKA Ressort BAKOM und Antennen

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