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Rund 20 Personen des USKA-Vorstands und der Geschäftsstelle verbanden beim Ausflug nach Aarau historische Technik mit strategischen Weichenstellungen.
Am Samstag, 30. Mai, trafen sich rund 20 Teilnehmende um 10:00 Uhr unter der grossen Uhr am Bahnhofplatz in Aarau. Das Programm teilte die Gruppe auf, sodass am Vormittag und Nachmittag parallel zwei historische Stätten besichtigt wurden.
Kopf einziehen
Die erste Station führte in den «Aufschluss Meyerstollen» direkt unterhalb des Bahnhofs. Ivana Sintic vom Stadtmuseum Aarau leitete die Gruppen durch die unterirdischen Gänge. Der Industriepionier Rudolf Meyer Sohn liess das System vor über 200 Jahren anlegen, um Grundwasser für seine Betriebe zu fassen. «Es ist unglaublich, was hier im Verborgenen gebaut wurde – diese Leistung hat heute kaum noch jemand auf dem Schirm», bemerkte ein Vorstandsmitglied – und duckte sich, um den Kopf an der Stollendecke nicht anzuschlagen.
Höchste Präzision
Zeitgleich stand das Kernmuseum im Stadtmuseum Aarau auf dem Plan. Geführt von Markus Meier (HB9GXM), einem ehemaligen Mitarbeiter der Firma Kern & Co. AG, ging es durch die Studiensammlung. Das Unternehmen fertigte von 1819 bis 1991 weltweit gefragte Messinstrumente und Optiken an. Ein Teilnehmer zog beim Anblick der feinmechanischen Apparate Parallelen zum eigenen Hobby: «Diese technische Präzision fasziniert uns Funkamateure natürlich sofort. Das handwerkliche Niveau von damals ist erstaunlich.»
USKA modernisieren
Zur Mittagspause versammelten sich alle im Restaurant «Spagi» in der Metzgergasse. Während die Führungen den Blick rückwärts richteten, drehte USKA-Präsident Bernard Wehrli, HB9ALH, in seinem Referat die Perspektive um. Er beleuchtete die Zukunft des Verbands und legte dar, mit welchen Schritten die USKA modernisiert werden soll. Man müsse sich zügig an neue technische Trends und veränderte gesellschaftliche Strukturen anpassen, um für den Nachwuchs attraktiv zu bleiben.
So bot der Ausflug eine gelungene Kombination aus historischer Spurensuche und strategischem Ausblick. Ein grosses Dankeschön für die tadellose Organisation des Anlasses geht an Markus, an Willy (HB9AHL) sowie an das Stadtmuseum Aarau für die Unterstützung.