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Ungewohnt kritisch äussert sich Nobelpreisträger Joe Taylor K1JT in einem Beitrag auf der WSJT-X-Mailingliste zur Betriebsart FT2. Er hält fest, dass das aktuell als FT2 bezeichnete Verfahren technisch kein neuer Modus sei, sondern lediglich FT4 mit verdoppelter Geschwindigkeit.
Taylor erinnert daran, dass der Name FT2 bereits 2019 intern von ihm und seinen Kollegen K9AN und G4WJS für Versuche mit neuen, contesttauglichen Digimodes verwendet wurde. Getestet wurden verschiedene synchrone und asynchrone Protokolle mit unterschiedlichen Modulationen und sehr kurzen Übertragungsdauern von rund 2,5 Sekunden.
Die Auswertung dieser Tests ergab, dass Sequenzen unter 7,5 Sekunden den Bedienern zu wenig Zeit für bewusste Interaktion lassen und faktisch eine weitgehende Automatisierung erzwingen.
In seiner aktuellen Stellungnahme betont Taylor, dass das nun von Dritten propagierte FT2 technisch auf der FT4-Implementierung in WSJT-X basiert, wobei die Sende- und Empfangswellenformen lediglich zeitlich um den Faktor 2 skaliert werden. Dies hat Nachteile: Gegenüber FT4 ist FT2 weniger empfindlich, benötigt mehr Bandbreite und reagiert empfindlicher auf Timing-Ungenauigkeiten, was zu mehr Dekodierfehlern führen kann.
Taylor kommt zum Schluss, dass ein solcher Modus ohne weitgehende Automatisierung im praktischen Betrieb kaum sinnvoll nutzbar ist und den Stellenwert von Betriebstechnik sowie taktischen Entscheidungen im Contestbetrieb schwächt.
Zum original Statement von Joe Taylor
Published: HB9HGH 2026-03-26 13:22:50
