Energieversorgung von Funkstationen bei Spannungsausfall

Wie versorgt man im Fall der Fälle eine Funkstation mit Energie?

Die meisten denken jetzt an Bleigel-Akkus, Benzin- oder Diesel-Aggregate und im kleinen Stil an Windräder und Solarzellen. Das sind auch die richtigen Massnahmen um eine private Funkstation am Leben zu erhalten.

Wie machen das aber die Blaulichtorganisationen und Telecom-Unternehmen? Bewährt hat sich hier sicher eine Kombination aus Akkus (die innert Sekundenbruchteilen Energie liefern, aber nach vielleicht 8 Stunden leer sind) und Dieselgeneratoren (die über längere Zeit Energie liefern, wenn man nur regelmässig nachtankt). Aber wenn wir einmal davon ausgehen, dass eine solche Anlage in einem Wohngebiet steht und deshalb nicht unbedingt ein Diesel im 24h-Betrieb laufen sollte, dann haben wir Probleme.

So unverzichtbar und verlässlich, wie wir den Mobilfunk einschätzen ist er nicht. Einerseits braucht er Strom und andererseits besteht die Gefahr der Überlastung bei grösseren Ereignissen. Deshalb setzen viele Blaulichtorganisationen immer noch auf Pager-Netze, mit denen man z.B. die Feuerwehrleute auch noch erreichen kann, wenn das GSM-Netz tot ist. Den Komfort der Rückmeldung ("Alarm! Bitte ausrücken" – Antwort: "Ja, ich komme") via GSM hat man vielleicht nicht, aber man kann die Leute immerhin noch aufbieten. Um die Kommunikation innerhalb der Blaulichteinheiten aufrecht zu erhalten verwendet man Funkgeräte, Organisationenüberschreitend (Militär Feuerwehr Sanität Polizei) das Polycom-Netz.

Der Bund geht davon aus, dass die Kantone im Fall eines grösseren Disasters bei der Stromversorgung (auch "Schweiz Dunkel" genannt) die Polycom-Netze während drei Tagen weiterbetreiben können. Deshalb ist es die noble Aufgabe der Kantone, die Stromversorgung für die Polycom-Sender während drei Tagen aufrecht zu erhalten.

In der Forschung zeichnet sich eine Alternative ab: Brennstoffzellen-USVs (BZ-USV). Hier kommen Brennstoffzellen zum Einsatz, die aus Wasserstoff und Sauerstoff Strom und Wasser produzieren. Diese Alternative ist wartungsarm und umweltfreundlich.

Die Hochschule Luzern hat dazu ein interessantes Projekt an Land gezogen. Von diesem Konzept wird man in Zukunft bestimmt noch mehr lesen. Den detaillierten Bericht dazu stellen wir den interessierten Lesern hier als PDF zur Verfügung.

PDF und Originalartikel: Hochschule Luzern (Genehmigung vom 7.12.12) http://www.hslu.ch Autor Kaspar HB9EGZ

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