Erfolgreicher Start der dreiteiligen Vortragsreihe an der ETH

Dr. iur. Markus Schleutermann, in Amateurfunkkreisen besser bekannt als HB9AZT, hat den etwa 80 anwesenden Interessierten einen erfrischenden Einblick in das schweizerische Rechtssystem gegeben. Am ersten Abend ging er vor allem auf die Umweltschutzgesetzgebung und die Praxis der Behörden im Umgang mit der NISV ein.

Über die tatsächlichen Gründe für die in der Schweiz herrschenden Regelungsdichte mag man geteilter Ansicht sein (Gesellschaft, Föderalismus oder zunehmend verdichtete Wohnweise). Im eigentlichen Kern des Vortrags hat Markus aber sehr gut herausgeschält, wo die Probleme liegen.

HB9AZT ist speziell auf die NISV-Problematik eingegangen und hat am Rande auch erklärt, weshalb das damalige umstrittene Vorgehen der Stadt Zürich bei allen Funkamateuren Standortdatenblätter nachzufordern, nicht zulässig ist. Erklärt wurden auch die Immisionsgrenzwerte und die Anlagengrenzwerte. Dies auch immer mit Praxisbezug und Musterberechnungen.

Sehr wertvoll war für die Anwesenden sowieso der Bezug auf die Praxis und auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und kompetente Antworten zu erhalten. Die Musterberechnungen zur NISV haben gezeigt, dass SSB mit 100W in den meisten Fällen überhaupt keine Probleme verursacht, dass es aber mit CW oder FSK mit 1‘000 W schon ganz andere Sicherheitsabstände braucht.

Der Anteil an Funkamateuren an diesem Anlass war sicher sehr hoch. Ob auch andere interessierte Kreise teilgenommen haben, konnte auf die Schnelle nicht in Erfahrung gebracht werden.

Die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe findet am Mittwoch, 28. November 2012 statt (weitere Infos auf http://hb9zz.ethz.ch/rechtsseminar.php ) und der Themenschwerpunkt werden Störungen sein (vor allem QRM) und wie man damit umgehen kann.

Autor   Kaspar, HB9EGZ

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