Radiosendung über "Telegrafisten der Meere"

Die Titanic-Tragödie und das Geschehen im Funkraum des Schiffes mit Jack Philipps, dem 1. Funkoffizier der Titanic, ist Gegenstand einer Radiosendung am 7./8. Juli. Sie umfasst das gesamte Spektrum des Telegrafie-Hobbys sowie auch die professionelle Seite zur See mit dem Seefunk und seinen Veteranen. Hören kann man die Sendung im Deutschlandfunk am Samstag, 7. Juli nach den 23.00 Uhr Nachrichten und dauert bis Sonntagmorgen um 02.00 Uhr. Deutschlandradio Kultur bringt die Sendung ebenfalls am Samstag 7. Juli nach den Mitternachts Nachrichten um 00.05 Uhr.

Hilferufe auf See, Eine Lange Nacht über die Telegrafisten der Meere
Von Peter Kirsten

Der Beruf, mit dem das moderne Kommunikationszeitalter begann, existiert nicht mehr. Seit Ende der 90er-Jahre sind die Funkoffiziere aus der Seefahrt verschwunden. Von Beginn des 20. Jahrhunderts an haben die Morsekünstler ihren Schiffen auf See eine Sprache gegeben. Schon kurz nach der Titanic-Katastrophe wurde im Battery Park von New York ein Denkmal für jene Funker eingeweiht, die im Dienst ihr Leben verloren haben. Damals berichtete die amerikanische Schriftstellerin Willa Carther von diesen Männern und ihren untergegangenen Schiffen, "bei denen nicht eine Seele gerettet worden wäre, hätte es den Einsatz und die Treue dieser Funkoffiziere nicht gegeben."

 An erster Stelle stand Jack Philipps, der 1. Funkoffizier der Titanic. Solche heroischen Beschreibungen haben einen Mythos geschaffen, der den alltäglichen Dienst auf See ausblendete. Nicht jeder Funkoffizier musste in seinem Leben SOS geben, und nicht jeder, der dieses Notzeichen senden musste, kam ums Leben. Was bleibt und nicht vergessen wird, sind die einzigartigen Geschichten des Seefunks und die Erinnerungen ihrer stolzen Veteranen.

Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur können auch online über den Link http://www.dradio.de/live_stream gehört werden.

Quelle: Hans-Peter HB9DRS

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